Das Kirchenjahr

Das Kirchenjahr ist etwas besonderes: Jeder Sonntag des Jahres hat einen Namen, jedes Fest seinen festen Platz. Bestimmte Texte und Lesungen sind vorgesehen. Der Liturgischer Kalender am Ende dieser Seite informiert darüber.

Nicht nur die Kirchenfeste wie Weihnachten, Ostern oder Pfongsten laden ein zum feiern und gedenken. Jeder siebte Tag, der Sonntag lädt dazu ein mit den passenden Bibelstellen. Das Kirchenjahr ordnet den Jahreslauf nach christlichen Festtagen und -zeiten.

Die Verlinkungen im folgenden Text verweisen auf weitere Informationen auf evangelisch.de mit weiteren Informatiionen. 

Alles beginnt im Advent

Schon der Beginn ist besonders: Der 1. Advent ist der Auftakt und nicht der 1. Januar. Das Weihnachtsfest, die Feier um Jesu Geburt, ist das erste große Fest des Kirchenjahres. Heilig Abend, die beiden Weihnachtsfeiertage, Heilig Drei König gehören mit dazu.

Zentral ist Ostern. Vorher ist die Fastenzeit, beginnend am Aschermittwoch. Die Feier der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi ist das wichtigste Ereignis im Kirchenjahr, für alle Christen gleichermaßen, Katholiken, Evangelische  und andere christliche Bekenntnisse. Je nach Tradition werden diese gefeiert.

Einer der Tage, der von seinem Inhalt her nicht mehr so bekannt ist, ist Christi Himmelfahrt. Dieser Feiertag liegt 40 Tage nach Ostern und gehört zur zur Osterzeit.

Diese endet zehn Tage nach Himmelfahrt mit dem Pfingstfest, an dem die Ankunft des Heiligen Geistes und die Überwindung der babylonischen Sprachverwirrung gefeiert wird. Pfingsten ist das Fest, an dem die Einheit der Christenheit gefeiert wird und der Geburtstag der Kirche.

Zwischen Pfingsten und dem letzten Sonntag des Kirchenjahres liegen die 25 Sonntage der Trinitatis-Zeit.

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr ist der Ewigkeits- oder Totensonntag, an dem an das Versprechen des ewigen Lebens erinnert und der Toten gedacht wird. In vielen Gemeinden werden die Namen verlesen und Kerzen entzündet. 
Viele Menschen besuchen die Gräber ihrer Angehörigen und zünden dort ein Licht an.Ursprünglich war dies der Tag "Allerheiligen", der im Zeichen der Märtyrer und Heiligen der Kirche stand. Die Bedeutung des Tages hat sich durch die Reformation verändert, wie auch die der Heiligen-Tage ("Namenstage").
Weil die Reformatoren statt der Heiligenverehrung die Bibel wieder in den Mittelpunkt des Glaubens stellten, spielen diese Tage im evangelischen Kirchenjahr, wenn überhaupt, nur eine sehr kleine Rolle.

Die Namen der Sonntage

Im Kirchenjahr hat jeder Sonntag einen eigenen Namen, wobei die Sonntage nach Epiphanias am 6. Januar, bekannter als "Heilige Drei Könige" und nach Trinitatis (dem Sonntag der Dreieinigkeit) "durchnummeriert" sind: 1. nach Trinitatis, 2. nach Trinitatis und so weiter. Jeder dieser Gottesdienste hat inhaltlich seine Prägung

Für jeden Sonntag des Kirchenjahres gibt es vorgesehene Bibelstellen für die Lesung im Gottesdienst.

Jeder der Tage und Abschnitte des Kirchenjahres hat eine eigene liturgische Farbe:

Die Christfeste wie die Weihnachtstage und Ostern sind weiß mit Ausnahme des Karfreitags, der ist schwarz.Die Zwischenzeiten, in denen keine Feste sind, wie die Vorfastenzeit, die Sonntage nach Trinitatis und die nach Epiphanias, sind grün.
Die Passionszeit vor Ostern ist violett, ebenso der Advent.
Pfingsten ist rot, ebenso weitere Gedenktage wie der Reformationstag.

Die liturgischen Farben sind aber keine Pflicht. Oft werden sie in den evangelischen Kirchen nur spärlich oder nur für die hohen Feiertage eingesetzt.

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