Wer wir sind

Der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker ist einer von 48 Kirchenbezirken der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Er liegt am westlichen Rand der Evangelischen Landeskirche in Wüttemberg. Der Kirchenbezirk Mühlacker umfasst ehemals württembergische Gemeinden im östlichen Enzkreis sowie die Orte Großvillars und Oberderdingen im Kreis Karlsruhe.

26 Kirchengemeinden bilden zusammen den Evangelischen Kirchenbezirk Mühlacker. Der Kirchenbezirk ist gegliedert in drei Teilgebiete und sechs Distrikte. Er gehört zur Prälatur Heilbronn. 

Seine Gremien und eingesetzten Ausschüsse sind auf den weiteren Seiten einzusehen. Der Kirchenbezirk unterhält verschiedene Werke und Einrichtungen, die übergemeindlich und in den Gemeinden tätig sind.

Gliederung in Distrikt und Teilgebiet

Karte mit Einteilung in Distrikte und Teilgebiete

Füreinander nah im Kirchenbezirk Mühlacker.

Distrikt

Der Distrikt ist ein festgelegter Bereich für die Zusammenarbeit von Kirchengemeinden innerhalb eines Kirchenbezirks.

Auf Distriktsebene lassen sich Bibelwochen und Seminare, Freizeiten, Tagungen, Familientage und Nachbarschaftstreffen für bestimmte Gruppen besser durchführen.

Ein Kanzeltausch der Distriktspfarrerinnen oder -pfarrer ist sinnvoll; so lernt die Gemeinde nicht nur Meinungen und Predigtstil „ihrer“ Pfarrerin oder „ihres“ Pfarrers kennen. Auch lassen sich so Gottesdienstvertretungen besser terminieren.

Für die Mitglieder des jeweiligen örtlichen Kirchengemeinderats kann die Zusammenarbeit im Distrikt ein Gewinn sein.

Teilgebiet

Diese Einteilung ist notwendig, um eine Wahl von Bezirkssynodalen in den Kirchenbezirksausschuss (KBA) nach Teilgebieten zu ermöglichen. Die Distrikteinteilung zur nachbarschaftlichen Zusammenarbeit bleibt hiervon unberührt.

Distrikte und Teilgebeite im Kirchenbezirk Mühlacker

Teilgebiet 1

Distrikt 1
Oberderdingen | Großvillars | Freudenstein und Hohenklingen | Knittlingen

Distrikt 2
Sternenfels und Diefenbach  |  Maulbronn  |  Zaisersweiher und Schmie  |  Ölbronn und Kleinvillars

Teilgebiet 2

Distrikt 3
Pinache-Serres  | Großglattbach und Iptingen  |  Wiernsheim  |  Wurmberg und Neubärental

Distrikt 4
Illingen  |  Lienzingen  |  Mühlhausen/Enz  |  Schützingen

Teilgebiet 3 | agiert als Distrikt

Distrikt 5
Mühlacker, Andreas-Gemeinde, Dürrmenz  |  Mühlacker, Paulus-Gemeinde  |  Mühlacker, Paul-Gerhardt-Gemeinde

Distrikt 6
Enzberg  |  Lomersheim  |  Ötisheim mit Corres, Schönenberg und Erlenbach

Geschichte und allgemeine Informationen zum Evangelischen Kirchenbezirk Mühlacker

Der Kirchenbezirk Mühlacker ging hervor aus den früheren Maulbronner Kirchenbezirken mit Dekanaten in Knittlingen und Dürrmenz, später in Maulbronn.

Erst seit 1970 ist Mühlacker Sitz des Dekanatamtes. Über die Geschichte des Kirchenbezirks informiert weiterführend der Artikel in Wikipedia über den Kirchenbezirk Mühlacker.

Informationen zu Strukturen, Personen, Werken, Einrichtungen und der Historie bietet auch die Grundlagen-Information des Kirchenbezirks Mühlacker.

Download Grundlageninformation
"Füreinander Nah. Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker"
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Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn, Blick auf die Klosterkirche mit Vorhalle („Paradies“)

Kloster Maulbronn, Blick auf die romanische, später gotisierte Klosterkirche mit Vorhalle („Paradies“ genannt)

Eine Besonderheit ist das zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobene Kloster Maulbronn. Eine Ringmauer umgibt das gut erhaltene, zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Zisterzienserkloster Maulbronn:

Die Klausur mit Klosterkirche und Kreuzgang sowie den Wirtschaftsbereich mit Wirtschaftsgebäuden. Fast vollständig erhalten zeigen sich dem Besucher die Mühle, Schmiede, Küferei, Wagnerei, Fruchtkasten, Speicher, Melkstall und Gesindehaus sowie Speisemeisterei.

In der Klosteranlage ist das Evangelische Seminar untergebracht ist, ein Gymnasium mit Internat für die Klassen 9 - 12.

Die Kloster- und Winterkirche ist die Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Maulbronn, in welcher diese Gottesdienste feiert.

Waldenser im Kirchenbezirk

Das Wappen der Waldenser: Leuchter mit Umschrift Lux lucet in tenebris „Das Licht leuchtet in der Finsternis“

Das Wappen der Waldenser: Leuchter mit Umschrift Lux lucet in tenebris „Das Licht leuchtet in der Finsternis“

Eine weitere Besonderheit sind die Waldenser-Gemeinden. Um 1700 fanden die Waldenser nach der Vertreibung aus Frankreich im Herzogtum Württemberg Aufnahme rund um Dürrmenz.

Nicht nur die Ortsnamen Pinache, Serres, Corres, Kleinvillars und Großvillars legen davon Zeugnis ab, auch die Traditionen in den zugehörigen Kirchengemeinden und das Waldensermuseum in Schönenberg.

Bei diesen sogenannten „Waldensern“ handelte es sich um Anhänger des Petrus Valdes aus Lyon, der um 1173 eine Bewegung von Wanderpredigern gegründet hatte. Diese erkannten nur die Bibel als höchste Autorität an. Sie wurden als Ketzer verfolgt, schlossen sich 1532 der Reformation an, und 1690 wurden rund der 2.700 von ihnen aus Frankreich und Italien ausgewiesen. Sie fanden Aufnahme in der unter anderem in der protestantischen Markgrafschaft Baden-Durlach sowie im Herzogtum Württemberg.
Zunächst wurden sie in den den verlassenen Schanzwerken der Eppinger Linien in der Nähe von Mühlacker (genauer: Dürrmenz) untergebracht, ehe sie Siedlungen mit französischen Namen Pinache, Perouse und Kleinvillars gründeten.

Pfarrer und Führer der Waldenser war Henri Arnaud, der im Jahr 1702 sein Haus in der Waldensersiedlung Schönenberg, das heute das Waldensermuseum beheimatet. Dort wurde auch erstmals die Würrtembergische Kartoffel angebaut

Bildnachweis
Karte Kirchenbezirk mit Distrikten © Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker
Klosterkirche Maulbronn ©Kloster Maulbronn 2009CC BY-SA 3.0 von Elke Wetzig (Elya) - Eigenes Werk
Wappen der Waldenser © gemeinfrei, Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Waldenser