Partnerschaft Tanzania

Mission, Ökumene & Entwicklung im Kirchenbezirk Mühlacker

error Partnerschaft Aktuell

Jahresbericht der AIDS-Waisen-Arbeit

Pfarrerin Bahati Mshangani Pangani, die Leiterin des Fachbereichs für Waisen und hilfsbedürftige Kinder (Director of the department of Orphans and Vulnerable Children) unserer Partnerkirche Mbeya, Tanzania schreibt in ihrem Jahresbericht:

Anmerkungen der Redaktion sind kursiv notiert.
Der Ori­gi­nal-Bericht in Englischer Sprache steht hier als PDF (ca. 810 kb) zum download bereit.

Informatonen, wie Sie Zukunft schenken mit einem Schulstipendium gibt es hier.

Liebe Freunde und Helfer,

Wir freuen uns, unsere Dankbarkeit für unsere großartige Hilfe für unser Projekt zu zeigen. Wir haben alle Unterlagen gesichtet und wollen Ihnen eine kurze Rückmeldung über unsere Arbeit und deren Entwicklungen zu geben. Unser Hauptziel ist es, den Waisenkindern und den hilfsbedürftigen Kindern zu helfen, eine (Schul-)Bildung und die Grundbedürfnisse ihres Lebens (wie z.B. Hygiene, Gesundheit, Nahrung ...) zu bekommen.

Der Beitrag des Kirchenbezirks Mühlacker von 25 Millionen Tansanischen Schillingen (ca. 9.400 EUR) entspricht etwa 33,8% des gesamten Geldes, das wir im Jahr 2017 haben. Mehr als 90% des Geldes, das unserem Projekt unterstützt, kommt aus Europa.

Diese Information soll Ihnen erläutern, wie wichtig Ihr Beitrag für uns und für alle Kinder ist, die wir unterstützen.

Heute unterstützen wir 289 Kinder zwischen 5 Jahren und dem Ende ihres Studiums / Stipendiums. Sie sind in vier verschiedenen Bezirken und wir unterstützen sie vom Kindergarten bis sie die Schule beenden. Wenn ihre Ergebnisse gut genug sind und sie das Interesse haben, mit den Studien fortzufahren, helfen wir ihnen sogar, für die Universität zu bezahlen. In diesem Jahr gibt es nur 6.

37 Kinder machen Berufsausbildung, (Lehre), 6 gehen zu „Form 5“ und „Form 6“ (Gymnasiale Oberstufe), 77 Jugendliche gehen zur Sekundarschule und alle übrigen, 163 Kinder, besuch die Primär- und Vorschule.

46,5% des gesamten Budgets, geben wir für Bildung (Schulgebühren, Uniformen, Transport zur Schule und zurück nach Hause, Schuhe, a.s.w.) aus. Etwa 8,5% verwenden wir für das Essen. Auf unserem wöchentlichen Treffen am Samstag im Centrum (Nsalaga, dem Zentrum für die AIDS-Waisen), bekommen viele Kinder ihre einzige warme Mahlzeit in der Woche. Manche sind nicht sicher, was sie am Abend oder am Sonntag essen werden. Diese Mahlzeit ist für sie sehr wichtig. Auch wenn Kinder alleine leben, geben wir ihnen gelegentlich eine Tüte Mais oder Reis, je nachdem was wir ihnen anbieten können.

1,6% für Gesundheitsprobleme, jedes Kind hat eine Krankenversicherungskarte, die ihnen eine kostenlose Behandlung in Apotheken und Bezirkskrankenhäusern ermöglicht. Diese sind in der Lage, "normale" Krankheiten und Blessuren zu behandeln. Wenn sie eine größere Behandlung brauchen, müssen sie die regionalen Krankenhäuser, dann die Überweisungskrankenhäuser aufsuchen, die wir bezahlen würden, wenn es nötig ist.

23,8% des Budgets werden für den Aufbau der Infrastruktur verwendet. Dieser Teil enthält Workshops und Informationen für Hausmeister, Unterstützung und Pflege der Grundbedürfnisse für das Leben und monatliche Treffen mit Freiwilligen. Es gibt einen kleinen Betrag den wir für die Erhaltung der Gebäude und den umliegenden Zaun verwenden. Dieser Betrag beträgt weniger als 2,5%, aber dennoch benötigt, um die Grundbedürfnisse zu decken.

Die restlichen 17,1% werden für Büromaterialien, Transport, Treibstoff, die Wartung des Autos, Versicherung des Autos und andere kleine Dinge verwendet, hierfür müssen wir arbeiten.

Die restlichen 17,1% werden für Büromaterialien, Transport, Treibstoff, die Wartung des Autos, Versicherung des Autos und andere kleine Dinge verwendet, hierfür müssen wir arbeiten.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle sehr für all Ihre Großzügigkeit und die Unterstützung, die Sie uns jedes Jahr geben, danken. Nicht nur die Geldspenden, sondern auch die physische Güter wie Computer oder Nähmaschinen sind eine große Hilfe für die Studenten, die in ihrem Studium gelernt haben, damit zu arbeiten und nach diesem mit diesen Geräten arbeiten. Dass wir diese Dinge nicht von unserem Budget kaufen müssen, hilfsbedürftige Kinder in ihren täglichen Überlebenskampf zu unterstützen.

Andere Dinge, die uns helfen sind:

Strickmaschinen: Jedes Kind braucht eine Uniform mit einem Wollpullover. Heute müssen wir jeden von ihnen kaufen. Mit der Maschine können Frauen diese selbst stricken. Sie würden nur die Wolle kaufen und kostenlos arbeiten.

Alte Fahrräder: Dies würde einigen Schülern helfen, ihre Schule in einer halben Stunde zu erreichen, anstatt 90 Minuten einen Weg zu gehen.

Alte Computer mit Word Office, das ist das am häufigsten genutzte Programm. Viele Studenten würden gerne lernen, wie man diese Maschinen benutzt. Ihre Bedürfnisse sind nur für die Grundlagen. Wenn sie Fortschritte machen und gut lernen, brauchen sie sowieso einen bestimmten Computer. Sie können alt und schrecklich langsam sein, für uns wäre es wunderbar, sie dennoch zu haben.
(Auf Grund der Stromversorgung, die nicht immer stabil ist und auf Grund der kleinen Schulbänke sind alte Laptops hier sehr sinnvoll.)

Wir danken Ihnen noch sehr für das, was Sie tun, um uns zu helfen, indem wir den Kindern helfen, die meist in gefährdeten Situationen sind.

Möge unser Herr und Gott mit euch alle Zeit sein und euch alle segnen.

Grüße vom OVC – South West Province

Bahati Mshangani Pangani
Director of the department of Orphans and Vulnerable Children, Mbeya, Tanzania

Wege aus der Armut in Mbeya/Tansania mit Nähmaschinen aus dem Kirchenbezirk Mühlacker

© Moravian Church of SouthWest-Tansania

© Moravian Church of SouthWest-Tansania

© Moravian Church of SouthWest-Tansania

Wege aus der Armut eröffnet der Fachbereich für Frauen und  in der Moravian Church in Südwest-Tansania durch Schneiderkurse. 120 Frauen sollen hier pro Jahr lernen zu stricken und Kleider zu nähen, um so ein Einkommen zu haben. Sie lernen dies mit mechanischen Maschinen, die der Kirchenbezirk Mühlacker in seine tansanische Partnerkirche sandte.

Schneiderkurs wehrt der Armut

Pfarrerin Agness Njeyo verantwortet den Fachbereich für Frauen und Kinder in der Moravian Church in Südwest-Tansania. Sie informiert sehr glücklich darüber, dass alle mechanischen Näh- und Strickmaschinen, die durch den Kirchenbezirk Mühlacker nach Tansania in die Partnerkirche kamen, dort in Gebrauch sind. „Geplant ist ein Schneiderkurs mit dem Ziel, den Lebensstandard von Armut bedrohter Frauen zu verbessern. So zeigen wir ihnen Möglichkeiten, ihre Armut zu bekämpfen“, so Cheyo. Dies geschieht, in dem durch den Fachbereich für Frauen und Kinder Kurse seit Mai diesen Jahres angeboten werden, in dem die Teilnehmenden lernen, zu stricken und verschiedene Kleider zu nähen. Geplant ist, 120 Frauen pro Jahr in vierteljährlich stattfindenden Kursen zu qualifizieren.

Frauen qualifizieren - Familien fördern

Dieses Projekt richtet sich in erster Linie an die alleinerziehende Mütter, Mädchen, die Waisen sind und an Ehefrauen von Pastoren. Pastoren gehören in Tansania zu den schlecht bezahlten Berufen. Pfarrerin Njeyo weist auf das Sprichwort hin, dass lautet "wenn Sie eine Frau qualifizieren, wird dadurch die ganze Familie gefördert“. Auf diese Weise Männer indirekt durch ihre Frauen und die gesamte Gesellschaft profitieren.

Kirchenbezirk unterstützt Partnerkirche im Einsatz für bessere Lebensverhältnisse

„Die Vereinigte Republik Tansania ist eines der ärmsten Länder auf unserem Planeten. Das Durchschnittseinkommen in Tansania beläuft sich auf 540 US-Dollar pro Jahr bzw. auf 45 US-Dollar pro Monat. Die Bevölkerung auf dem Land muß oft mit noch viel weniger auskommen. Die Südwestprovinz der Moravian Church in Tansania versucht nach Kräften, den Menschen ihrer Region die Botschaft der Freiheit und der Liebe Gottes nahezubringen. Dies geschieht auch auf ganz konkrete Weise, etwa indem sich unsere Partnerkirche für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen einsetzt“, so Diakon Michael Gutekunst, der als Beauftragter des Kirchenbezirks in der Partnerschaftsarbeit mit aktiv ist.
„Diese Projekte werden von uns durch Sach- und Geldspenden unterstützt. So sind zum Beispiel die Frachtkosten für den Container durch Spenden finanziert. Jährlich benötigt der Arbeitskreis Tansania des Kirchenbezirks rund 6000 Euro, die durch Spenden und Aktivitäten wie Konzerte aufgebracht werden müssen.

Bald 40 Jahrzehnte Partnerschaft

„Seit über 35 Jahren leben der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker und die Moravian Church of SoutWest-Tansania diese Partnerschaft. Kennzeichnend sind hier die gegenseitige Anteilnahme in Information und Gebet am Leben der Christen und der Gemeinden, die Information über Entwicklungen und Veränderungen in Kirche und Gesellschaft sowie regelmäßige persönliche Begegnungen in beiden Kirchen bzw. Ländern. Unsere Partnerkirche in Tansania ist Teil der Moravian Church - im deutschsprachigen Raum als Brüder-Unität, Herrnhuter Brüdergemeine oder Evangelische Brüdergemeine bekannt - ist eine evangelische Kirche mit weltweiter Ausstrahlung“ stellt Gutekunst die Partnerschaft und die Partnerkirche in Tansania vor.

Kontakt und Ansprechpartner

Diakon Michael Gutekunst

© Michael Gutekunst

Bezirksbeauftragter für die Partnerschaftsarbeit

Tel 0 70 41 / 8 11 18 81
Mobil 01 71 / 245 54 45

pressedontospamme@gowaway.kirchenbezirk-muehlacker.de

Evangelisches Dekanatamt

Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker

Schubartweg 13 in 75417 Mühlacker

Tel 0 70 41 / 60 29
Fax 0 70 41 / 86 02 08

dekanatamt.muehlackerdontospamme@gowaway.elkw.de

Quellenangaben

© Logo Arbeitskreis Tansania: Arbeitskreis Tansania des Kirchenbezirks Mühlacker
© Migrationshintergrund (Hände-Herz) | © Mike-Fotografie - Fotolia.com
© Bild Schulstipendium: Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker
© Bild Dachgeschoss Mädchenwohnheim MVTC Mbeya: Gerhard Haag
© Auschnitt Flyer Sinfionetta Weihnachtsoratorium: Sinfionetta Mühlacker
© Portrait Michael Gutekunst: Michael Gutekunst
© Logo Kirchenbezirk Mühlacker: Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker
© Logo Kirchenbezirk Mühlacker: Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker